Schön, dass Du da bist =^..^=
Kerstin's ... ganz einfach!

Dienstag, den 10.11.2015

 

 

 

 


Immer wieder wache ich auf und drehe mich schwerfällig von einer Seite zur anderen. Das Wetter ist typisch für November, es stürmt und regnet, stürmt und regnet, stürmt und regnet ... Ich finde kaum Ruhe, wirre Gedanken kreisen mir ständig im Kopf umher und lassen mich schlecht einschlafen. Das Sauerstoffgerät meiner Zimmergenossin möchte heute Nacht auch keine Ruhe geben und pumpt lautstark die Luft aus jeder kleinen Lücke, die sich zwischen der Maske und der Gesichtshaut meiner schlafenden Bettnachbarin gebildet hat. So ist für mich fast gar nicht an Schlaf zu denken. Heute ist eine Woche um und bisher habe ich keine spürbare Besserung meiner Schmerzen bemerkt. Meine Feinmotorik ist scheinbar etwas besser geworden, läßt aber bei dem Stress, der mir hier durch Schlafmangel und fehlende Privatsphäre entsteht, auch noch zu wünschen übrig. Ab heute bekomme ich 4x 150 mg Stalevo, anstatt der 4x 100 mg bei meiner Ankunft. Das ist eine Dosiserhöhung um sage und schreibe 50%. Auch das ist eine Sache, über die ich mir schließlich Gedanken mache und die mich nicht unbedingt positiv drauf sein lassen. Dazu das regnerische Grau in Grau, welches einen nicht raus läßt, ohne in Kauf zu nehmen, dass man nass wird.
Irgendwie stimmt mein Zeitplan heute nicht. Meine 7:00 Tablette schlucke ich schon mit einer halben Stunde Verspätung, meine Zeit im Bad wird knapp und zwischendurch immer wieder unterbrochen. Erst ausziehen, Blutdruck messen, kurz duschen, noch komplett nass wird bei mir dann die Temperatur gemessen und mit der Zahnbürste im Hals erhalte ich die Ansage, dass ich mich um 9:00 im Physiobereich einfinden solle. Fühle mich völlig überfordert und das Brötchen bleibt mir fast im Halse stecken. Meine Hände sind zittrig, welch Wunder .....
Heute wird bei mir die Craniosacral-Therapie angewendet, das erste Mal, dass ich so etwas in Anspruch nehme und ich bin hinterher auch tatsächlich ein wenig entspannter. Ich begebe mich etwas zufriedener wieder auf mein Zimmer und lege mich auf's Bett. Im Internet mache ich mich nun schlau, ob ich Zuhause auch die Möglichkeit einer solchen Behandlung in meiner Nähe finde. Und siehe da, der erste Eintrag sieht doch klasse aus, handelt es sich doch um die selbe Praxis, in der ich sowieso schon regelmäßig zur Krankengymnastik gehe. Witzig ;-)
Unverhofft kommt die Logopädin ins Zimmer und entschuldigt sich dafür, dass sie schon früher als eingetragen bei mir erscheint. Da ich aber auch gerade nichts anderes vorhabe, passt es mir recht gut, ich darf entspannt im Bett liegen bleiben und die Übungen klappen hervorragend. Kaum beendet, steht auch das Mittagessen wieder auf dem Tisch. Timing nennt man sowas wohl, nicht Stress ...
Ich beginne nach dem Essen meinen heutigen Eintrag zu verfassen, als die neue Assistenzärztin erscheint und mich fragt, ob ich mit einem Psychotherapeuten reden möchte. Ja, würde ich gerne. Sie verlässt das Zimmer sogleich wieder, nachdem sie mir zusagte, sich um einen Termin zu kümmern. 
Ich unterbreche das Schreiben meines Eintrages und gehe stattdessen an die frische Luft. Ich muss raus, muss den Kopf frei bekommen ...
Drei Stunden später bin ich zurück und werde sogleich mit den Worten überfallen, dass man mich gesucht hätte. Ich sollte einen psychologischen Test machen, den die Psychologin vom autogenen Training mit mir durchführen wollte. Nun denn, dann eben nicht. Außerdem steht eine Schwester im Zimmer, die mir die Manschette des Blutdruckmeßgerätes an den Arm bindet, noch bevor ich meine Jacke ausgezogen habe. 100/60 sagt ihr das Gerät, die Schwester wundert sich, dass mein Blutdruck nach Belastung so niedrig ist und sieht mich nun völlig neidisch an.
Ich mache es mir am Tisch bequem und schreibe meinen Eintrag für mein Tagebuch weiter. Ich sollte mich doch heute auch noch mal genau beobachten und morgen bei der Visite berichten, ob es mir nun mit der höheren Dosis besser geht. Hmmm, stelle ich was fest? Weiß nicht recht .... ja ... nein ... nö ... scheint so zu sein wie gestern auch ... oder ist es tatsächlich besser ... merke ich überhaupt noch was?
Das Abendbrot gibt auch keinen Aufschluss darüber und somit beobachte ich mich einfach noch ein Weilchen weiter. Bis morgen früh hab ich ja noch lange genug Zeit. Hoffentlich kommt die Visite nicht gerade dann, wenn ich zur Physio bin ...
 
 
 
 
 
 
 
 

 

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