Schön, dass Du da bist =^..^=
Kerstin's ... ganz einfach!

Donnerstag 02.10.2014

 

 

 

Donnerstag 02.10.2014

 
 
Ich musste nicht aufwachen, habe ich schließlich doch auch gar nicht geschlafen. Mir ist es irgendwie nicht möglich gewesen, in dieser, mir nicht heimischen und vertrauten Gegend, auch nur ein Auge zuzumachen. Um kurz nach vier hatte ich einen mentalen Tiefpunkt erreicht, ich versuchte meinen Mann zu kontaktieren, das allerdings nur über Face Time, einer Videoübertragung via iPad. Er war nicht zu erreichen, schade. Ich versuchte es öfters, hatte aber keinen Erfolg. Das Telefon hätte er wohl auch nicht gehört ..... nachts ist es auf Lautlos .....
Ich musste aber mit jemanden reden, also versuchte ich es auch via Face Time bei einem guten Freund. Dieser war glücklicher Weise ansprechbar und hörte mir zu, sprach mir Trost aus und sah mir zu, während mir Tränen über die Wangen liefen. Ich bin mir das erste Mal, seit der Diagnose vor 3 Jahren, ganz stark bewusst, dass ich eine nicht heilbare Krankheit habe, die auch einen sehr schlechten Verlauf nehmen kann. Einen Verlauf, der mich womöglich an den Rollstuhl fesselt, der mich meiner Freiheit beraubt und mich zum Pflegefall macht. All das kam Donnerstag morgen mit den Tränen zum Vorschein, setzte sich in meiner Kehle fest und versagte mir zu sprechen.
Danach war mir wohler, es ging mir besser, hatte ich doch einen Teil meiner mich bedrückenden Sorgen ausgesprochen. Als ich das Gespräch gerade beenden wollte, stand meine Zimmergenossin neben mir im Aufenthaltsraum und bugsierte mich energisch ins Bett. Sie hatte sich Sorgen um mich gemacht, konnte es gar nicht verstehen, dass ich nicht geschlafen habe und dass das bei mir zum täglichen Leben gehört.
Das kannte ich zur Genüge, hörte ich doch von meiner Familie und allen anderen, dass ich auch schlafen würde, wenn ich mich nicht mit anderen Dingen wach halten würde. Nur dass es genau anders herum ist!!! Ich beschäftige mich mit anderen Dingen, WEIL ICH NICHT SCHLAFEN KANN!!!
So, geklärt. Und das gleiche auch noch den Ärztinnen unterbreitet, mit der Aussage von Ihnen, dass ich hinterfragen solle, ob es OK ist, wenn ich nicht schlafen könne. Es ist für mich OK! Ich weiß mich zu beschäftigen, kenne keine Langeweile und somit ist meine Schlaflosigkeit für mich auch keine Störung.
Heute wurde mir noch gezeigt, wie ich Nordic Walking richtig betreibe, wo ich schwimmen gehen könnte, ich bekam eine Rückenmassage, eine Tiefenentspannung, meine Tabletten und meinen mir fehlenden Schlaf ......
 
 
 
 
 
 
 

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