Schön, dass Du da bist =^..^=
Kerstin's ... ganz einfach!

Samstag 04.10.2014

 

 

 

Samstag 04.10.2014

 
 
Es ist dunkel und ich kann nicht denken. Eine Hand berührte mich und eine Stimme in weiter Ferne sagte etwas zu mir. Ich machte die Augen auf und sah nur Umrisse dieser schönen dunklen Frau neben meinem Bett. Den Becher, den sie mir gab, nahm ich an mich, murmelte wohl noch etwas und ehe sie das Zimmer verlassen hatte, war ich wieder eingeschlafen. 30 Minuten später wachte ich wieder auf, der Becher in meiner Hand war leer .... Wo ist die Tablette, die sich einst hierin befand? Licht an und nach ihr gesucht. Im Bett liegend gefunden und sogleich eingenommen. Um 8 gibt es Frühstück, ich muss mich noch waschen und Zähne putzen. Mein Mann und meine Mutter wollen gleich da sein. Ich schaffe es gerade noch in der mir verbliebenen Zeit, mich zu schminken und mich mit mir anzufreunden. Die beiden sehen frisch aus, im Gegensatz zu mir. Ich fühle mich um Jahre gealtert, seit ich hier bin. Sollte es nicht eigentlich anders sein?
Ich bekomme inzwischen eine gänzlich andere Medikation. Es scheint aber zu funktionieren, ich bin fast Schmerzfrei und das ohne Schmerztabletten!!!
Ich gehe mit meiner Mutter und meinem Mann direkt an der Ostsee nach Neustadt rein. Wir trinken einen Cappuccino und schlendern zwei Straßen durch diese kleine Stadt, bevor wir uns auf den Heimweg machen. Unten an der Klinik angekommen gingen wir essen.
Es gab für meine Mutter und meinen Mann Matjes und für mich eingelegte Bratheringe, dazu Bratkoffeln mit Speck. Es schmeckte sehr gut und wir setzten uns danach noch ein wenig in die Sonne. Als uns die Sitzflächen keinen angenehmen Halt mehr unter den Hintern boten, machten wir uns auf, auf mein Zimmer zurück zu kommen. Meine Mutter und mein Mann verließen mich eine halbe Stunde später ....
Ich war alleine .... 16 Uhr und ich war alleine. Mir kamen Worte meines Mannes in den Kopf, die er mich vor etwa einer Stunde gefragt hatte. 
Wie kommst Du jetzt mit dieser Situation zurecht?
Sofort liefen mir die Tränen, machten mir meine Hilflosigkeit im Kampf um meine Erkrankung bewusst .....
Ich fühle mich einsam und weiß nicht, wie ich die Zeit hier herum bringen soll.
Eine Schwester kommt zum Blutdruck messen ..... 80 zu 50 .............
Tagsüber ist er nie so niedrig ..... Bin müde ....
 
 
 
 
 
 

35325

Nach oben